Hubert Hüppe: "Teilhabe ist Menschenrecht"
Der langjährige behindertenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Hubert Hüppe, wird neuer Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Das Bundeskabinett bestellte Hüppe auf seiner Sitzung am 16. Dezember 2009. Er nimmt seine neue Tätigkeit zum 1. Januar 2010 auf. Hüppe tritt damit die Nachfolge von Karin Evers-Meyer an, die das Amt seit 2005 ausgeübt hatte. Der 53-Jährige ist selbst Vater eines behinderten Sohnes.
"Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird im Mittelpunkt meines neuen Amtes stehen", sagte Hüppe. "Gemeinsam mit den Menschen mit Behinderungen und in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung werde ich den Aktionsplan entwickeln, der in allen Bereichen des Lebens ihre Teilhabe sicherstellt – im Kindergarten, in der Schule, in der Berufsausbildung und am Arbeitsplatz." Bei der anstehenden Reform der Eingliederungshilfe sei ihm persönlich besonders wichtig, dass Teilhabe als Menschenrecht begriffen werde.
Hubert Hüppe wurde 1956 in Lünen geboren, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seit 1991 war er als Mitglied des Deutschen Bundestages Beauftragter der CDU/CSU-Fraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen. Hüppe ist kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. , Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus e.V. sowie im Fachbeirat der BAG Integrationsfirmen e.V. und der Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen e.V.
Der Behindertenbeauftragte wird vom Bundeskabinett jeweils für die Dauer einer Legislaturperiode bestellt. Ernennung und Aufgaben sind im Behindertengleichstellungsgesetz geregelt. Der beauftragten Person zur Seite steht ein mit hauptamtlichen Mitarbeitern besetzter Arbeitsstab, der sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt.
In Deutschland sind rund 10,5 Prozent der Bevölkerung von Behinderung betroffen – in Zahlen 8,6 Millionen Menschen (Mikrozensus 2005). Schwerbehindert sind davon rund 6,9 Millionen oder 8,2 Prozent der Bevölkerung. Die spezifische Arbeitslosenquote von schwerbehinderten Menschen lag im September 2009 bei 14,9 Prozent – in der Gesamtbevölkerung liegt die Arbeitslosenquote nur bei 8,0 Prozent.
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