Zukunftsgerechte Wohnformen
Wie wollen wir zukünftig wohnen? Wie wohnt die Generation 50+? Wie sieht die eigene Wohnsituation in der Zukunft aus? Antworten auf diese Fragen will der Leitfaden „Zukunftsgerechte Wohnformen“ geben und zeigt Lösungsmöglichkeiten als Anregung für Gemeinden und Bürger auf. Aufgezeigt werden unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema zukunftgerechte Wohnformen und generationsübergreifendes Wohnen für Gemeinden, Investoren und Bürger.
Spielerisch führt der Leitfaden an die Frage heran „Wie wohne ich in Zukunft in (m)einem Dorf und in der eigenen Wohnung.“ Der Leitfaden ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung Germersheim und der Bauwohnberatung Karlsruhe. „Wir wollen uns im Interesse aller Menschen in unserem Landkreis frühzeitig mit den Herausforderungen und Chancen der demographischen Entwicklung befassen. Hierbei wurde das in der Kreisverwaltung und in den Gemeinden vorhandene Fachwissen gebündelt. Neben den Fachbereichen Bauen und Kreisentwicklung sowie dem Sozialbereich mit Pflegekonferenz und Pflegestrukturplanung waren auch Bürgermeister und andere lokale Experten aktiv eingebunden“, erläutert Landrat Dr. Fritz Brechtel.
Im Vorfeld fanden zahlreiche Expertengespräche und Workshops statt. Unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten in den verschiedenen Gemeinden des Landkreises wurden Chancen im Bereich Wohnen und Bauen beleuchtet. Wohnformen der Zukunft sind an entsprechenden lokalen Beispielen aufgezeigt. Ein spezielles Augenmerk galt dem Wohnen der Generation 50+ und dem generationenübergreifenden Wohnen. Darüber hinaus wurden innovative Ideen zur Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung entwickelt. Dazu gehören Strategien zur Verbesserung des Wohnumfeldes und die Bereitstellung „altengerechter“ Dienstleistungen.
Der Leitfaden bündelt diese Lösungsansätze im sogenannten Planungstoolkatalog, ein „Werkzeugkasten“, der die Umsetzung Zukunftsgerechter Wohnformen & Services exemplarisch aufzeigt. Aufbauend auf praxiserprobten Beispielen wurden diese auf die Situation des Landkreises zugeschnitten. Die Umnutzung leer stehender Gebäude oder brach liegender Flächen, die aktive Unterstützung von Bürgern oder auch die Beratung von Investoren sind nur ein paar der denkbaren Einsatzmöglichkeiten der Planungstools. „Wir zeigen auf, wie selbst mit wenig Geld Verbesserungen im gemeindlichen oder dem eigenen Wohn- und Lebensumfeld erzielt werden können“, so Projektleiter Stefan Hesse. Für die Kreisverwaltung Germersheim ist der Leitfaden ein erster Impuls, der die praktische Umsetzung von Projekten in den Gemeinden in Gang bringen und unterstützen soll. „Es geht nicht darum, fertige Lösungen zu präsentieren, sondern für die Gemeinden praktikable Ansätze aufzuzeigen. Diese müssen dann lokal weiterentwickelt und umgesetzt werden.
Der Leitfaden kann bei der Kreisverwaltung über Stefan Hesse unter Tel.: 07274 53 493 bzw. per E-Mail: s.hesse@kreis-germersheim.de angefordert werden.




