Hamburg: Keine zusätzlichen Mittel für Umrüstung von U-Bahnhöfen

Adresse der Situation: 
U-Bahnhöfe Langenhorn-Nord und Ochsenzoll, S-Bahnhof Kornweg
Verantwortliche Stelle: 
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) Hamburg
Attraktiv nur für Freunde der Kletterkunst: U-Bf. Langenhorn-Nord in Hamburg
Beschreibung der Situation: 
Der Hamburger Senat steckt Hunderte Millionen Euro in Vorzeigeprojekte wie Elbphilharmonie und Hafencity, will aber keinen Cent mehr ausgeben, um endlich die Hamburger U-Bahnstationen barrierefrei auszubauen. Bis 2011 sollen zwar 14 S-Bahnhöfe barrierefrei werden, aber im U-Bahnbereich kommt der Senat nicht in Fahrt. Er tut dort nur das, was eh seit Jahren überfällig ist. Wenn das Umrüstungstempo so weitergeht, sind die beiden Hamburger Schnellbahnnetze S- und U-Bahn erst in 38 Jahren das, was wir heute barrierefrei nennen. In Hamburg entsteht immer mehr barrierefreier Wohnraum. Das ist gut so. Doch kommen die Senioren da nicht weg, weil der nächste S- oder U-Bahnhof nur selten einen Lift hat. Seit 14 Monaten gab es in Hamburg viele Aktionen, die auf die unhaltbare Situation aufmerksam gemacht haben (siehe Mit-Nachdruck.de), und derzeit laufen unter den Anwohnern der U-Bahnstation Langenhorn-Nord und der S-Bahnstation Kornweg Unterschriftenaktionen. Sogar die Bezirksversammlungen haben sich einstimmig für die Umrüstungen ausgesprochen. Es half alles nichts. Der Senat ließ und lässt sich von all den Aktivitäten nicht beeindrucken.

Foto

Das Foto im obigen Beitrag zeigt den einzigen Zugang zum U-Bahnhof Langenhorn-Nord.