Amputation – kindgerecht erklärt
Teddy mit einem kürzeren und einem längeren Bein.

Amputation – kindgerecht erklärt

Der Verlust eines Körperteils ist eine große Belastung für die Betroffenen. Hintergrund einer Amputation sind Krankheiten wie Diabetes mellitus, Krebs oder Verletzungen zum Beispiel durch Unfälle. Die Gefäßchirurgie unterscheidet zwischen Major-Amputationen und Minor-Amputationen. Bei einer Major-Amputation werden Gliedmaßen oberhalb der Knöchel Region entfernt. Unter einer Minor-Amputation, die auch als „kleine Amputation“ bezeichnet wird, verstehen die Ärzte die Amputation von Körperteilen unterhalb der Knöchel-Region, wie zum Beispiel eine Zehenamputation beziehungsweise Strahlresektionen. Die Amputation ist dabei das letzte Mittel der Wahl und meist eine lebenserhaltende Maßnahme.

Amputation als neuer Lebensabschnitt?

Die Amputationen als Anfang eines neuen Lebensabschnitts zu begreifen, ist dann für Betroffene die große Herausforderung.
Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Zahl der Major-Amputationen in den zurückliegenden Jahren um knapp 31 Prozent zurückgegangen ist. Dagegen nahm die Zahl der Minor-Amputationen um etwas mehr als 25 Prozent zu. Die Zahl der Minor-Amputation ist dabei bei Männern deutlich stärker ausgeprägt. Das zeigt das Ergebnis einer Studie der Klinik für Gefäßmedizin in Krefeld, in die Daten des Statistischen Bundesamtes und der DRG-Statistik eingeflossen sind und ausgewertet wurden. Viele Amputationen können mittlerweile auch ambulant durchgeführt. Möglicherweise verbirgt sich hinter dem Anstieg der Minor-Amputation eine Zunahme von Diabetes mellitus Erkrankungen in der Gesellschaft, aber auch eine Zunahme von Dekubitus Erkrankungen infolge längerer Bettlägerigkeit.

Buch nähert sich kindgerecht an das Thema „Amputation“ an

Ein jetzt neu erschienenes Buch befasst sich mit der Frage: Wie lässt sich eine Amputation kindgerecht vermitteln. Für die Betroffenen ist der Verlust von Gliedmaßen eine schwere körperliche, aber auch eine seelische Belastung. Anett Siebert wagt sich an dieses herausfordernde Thema heran und hat ein kindgerecht formuliertes Aufklärungsbuch vorgelegt, das sich mit dem Thema Amputation und dem Leben mit einem fehlenden Körperteil auseinandersetzt. Nach Angaben der Autorin sind zwischen 60.000 und 80.000 Menschen jährlich von einer Amputation durch eine schwere Krankheit oder Schicksalsschläge betroffen. Die Idee zum Buch sei durch persönliche Betroffenheit entstanden, schildert die Autorin: Nach einem jahrelangen Kampf gegen Krankenhauskeime, die sich ihr Mann nach einem schweren Arbeitsunfall zugezogen hatte, musste schließlich sein rechtes Bein amputiert werden. Für einen Erwachsenen sei das schon kaum zu verstehen. Doch für ein Kind sei es eben noch schwieriger. So entstand die Idee zu einem Buch mit dem Titel: „Mir fehlt etwas, dir auch?“

Die Autorin

Anett Siebert ist Mutter von zwei autistischen Kindern, und es war ihr Ziel, vor allem ihrem jüngsten Sohn zu vermitteln, welche Gründe zur Amputation geführt haben. Die Autorin war zehn Jahre in der stationären Altenpflege tätig und hat sich als Fachkraft für tiergestützte Spiel- und Lernförderung weiterqualifiziert. Mittlerweile arbeitet sie als Ergotherapeutin. Zur kindgerechten Annäherung an das Thema „Amputation“ wird die Autorin auf ihren Lesereisen begleitet von Lese Beerty, dem Teddy der zwar etwas anders aussieht, mit dem es sich aber dennoch gut kuscheln lässt.

Das Buch ist erhältlich unter der E-Mail Adresse:
E-Mail: anettsiebert@icloud.com
Preis pro Buch : 12,99 € zzgl. Versand ( 1,45 €)