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21.11.2014 13:55 Uhr

Große Versorgungslücke

Barrierefreier Wohnraum. Foto: KfWSeniorengerechte Wohnungen sind Mangelware, auch in den kommenden 15 bis 20 Jahren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für Bauforschung Hannover, das im Auftrag des Bauherren-Schutzbundes 14 Forschungsarbeiten zum demografischen Wandel gegenüberstellt und sich dabei besonders auf den künftigen Wohnbedarf konzentriert hat. Ein Schwerpunkt wurde dabei auf die Eigentümer in selbstgenutztem Wohnraum gesetzt, die mit 40 Prozent einen großen Teil des Wohnungsmarktes darstellen.

Die Studien gehen von einer bedeutenden Versorgungslücke an barrierefreien bzw. altersgerechten Wohnungen in den nächsten 15 bis 20 Jahre aus. Bis 2025 würden mindestens zwei Millionen seniorengerechte neue Wohnungen gebraucht. Im Umkehrschluss bedeute dies, dass mindestens 100.000 seniorengerechte Wohnungen pro Jahr geschaffen werden müssten, um den Bedarf zu decken. 93 Prozent der etwa 12,5 Millionen Haushalte von Senioren gibt es in Wohnungen, die nicht auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen eingestellt sind. Vor allem in Altbauten, die vor dem Zweiten Weltkrieg oder in den 50er und 60er Jahren errichtet wurden, fänden sich keine optimalen Bedingungen für ältere Menschen, sondern Hindernisse und Barrieren, die einem sicheren und altersgerechten Wohnen im Wege stünden. Nur 570.000 Wohnungen erfüllen laut der Untersuchung Anforderungen an barrierefreies oder barrierereduziertes Wohnen.

Dass neben den Bedingungen für ältere Menschen in ihren Wohnungen auch Probleme in der Infrastruktur, dem sozialen Umfeld und der pflegerischen Versorgung im Zusammenhang mit Barrierefreiheit zu beachten sind, thematisiert die Studie. Vor diesem Hintergrund seien auch neue Wohn-, Betreuungs- und Pflegeformen zu berücksichtigen.

Zudem macht die Studie auf eine wachsende Kluft zwischen der Einkommensentwicklung und den Wohnkosten sowie Pflege- und Servicekosten aufmerksam. Das führe insgesamt zu einer Verschlechterung der Lebenssituation älterer Menschen, weil der notwendige Investitionsbedarf für einen barrierefreien Umbau oder den Unterhalt eines Hauses oftmals fehle. Hinzu komme, dass in Regionen, die stark vom demografischen Wandel betroffen sind, Immobilien auch mit Blick auf die Altersversorgung an Wert verlieren.

Unter anderem wurden der Sozialbericht für Deutschland 2013, die Wohntrends 2030 vom GdW, der vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung 2013, der Bericht Wohnen 65Plus vom Verbändebündnis Wohnen 65PLUS und die Wohnungsmarktprognose 2025 der Bundesregierung zum Wandel der Wohnungsmärkte ausgewertet. Kriterien dabei waren unter Fragen, wie sich der Wohnungsmarkt und die Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum entwickelt und die Förderung und der Erhalt von selbstgenutztem Wohneigentum sowie die Entwicklung in ländlichen Regionen. (red)



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