Hilfen bei Demenz bzw. Alzheimer
Demenz: Gelber Zettel mit der Aufschrift: Herd aus?

Hilfen bei Demenz bzw. Alzheimer

Die Diagnose Alzheimer oder Demenz ist für viele Menschen ein Schock, auch für Angehörige. Die geistige Leistungsfähigkeit zu verlieren, einem zunehmenden Vergessen anheim zu fallen – das ist eine schwierige Situation und eine Herausforderung für Betroffene und ihr soziales Umfeld. Menschen, die einen Demenzkranken betreuen, stehen vor einer herausfordernden Aufgabe, die sich auf jeden Lebensbereich erstreckt. Die Wesensveränderungen des Erkrankten zu akzeptieren und den Blick auf die eigene Gesundheit zu richten, fällt vielen pflegenden Angehörigen nicht leicht. Dabei sind sie Studien zufolge durch die starke Belastung selbst einem erhöhten Krankheitsrisiko ausgesetzt. Spezielle Hilfsmittel und Angebote für Angehörige können dabei helfen, den Alltag mit einem demenzkranken Angehörigen zu erleichtern.

 

Gesprächskreise und Hilfsmittel erleichtern den Alltag von Angehörigen, die einen Demenzkranken pflegen

 

Die Erkenntnis, Menschen mit Demenz nicht ändern zu können, sondern den Blick auf die eigene Entlastung zu richten, ist für pflegende Angehörige enorm wichtig. In vielen Seniorenzentren oder caritativen Einrichtungen werden spezielle Gesprächskreise für Angehörige angeboten. Dabei geht es um den Erfahrungsaustausch und die verständige Aussprache mit anderen, die ihren Alltag mit einem Demenzkranken bewältigen müssen. Verschiedene Institutionen bieten Schulungen für Angehörige an, deren Kosten von den Kranken- bzw. Pflegekassen übernommen werden. Wichtig für Angehörige sind auch bewusste Auszeiten. Die Pflegekasse finanziert die sogenannte Entlastungspflege, die darauf zielt, pflegenden Angehörigen Freiräume zu eröffnen. Zudem gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln, die den Umgang mit dementiell Erkrankten im Alltag erleichtern.

 

Mit Hilfsmitteln den Alltag mit Demenz unterstützen

 

Die Nahrungsaufnahme ist für viele dementiell Erkrankten nicht mehr wichtig. Studien haben gezeigt, dass Geschirr und Besteck in auffällig grell gestalteten Farben dazu führen, dass Demenzkranke mehr und eigenständiger essen. Das kann zum Beispiel ein Alzheimer / Demenz Startset sein, bestehend aus einer Unterlage in grellem Gelb und Teller, Tassen sowie Besteck in auffälligem Rot. Auch Trinkbecher in leuchten bunten Farben können die Flüssigkeitszufuhr von Demenzkranken erhöhen, weil diese bunte Becher besser wahrnehmen und dadurch mehr trinken.