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02.07.2013 18:04 Uhr

2030 mehr als 3,3 Mio Pflegebedürftige

Deutschland wird bis 2030 Kapazitäten für voraussichtlich 3,3 Millionen Pflegebedürftige bereithalten müssen, ein Anstieg um fast ein Drittel gegenüber heute, so der neue "Pflegeheim Rating Report 2013" von Accenture, dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und dem Institute for Health Care Business (hcb). Durch die rasante Alterung der Bevölkerung würde bis 2030 ein zusätzlicher Bedarf von 371.000 stationären Pflegeplätzen entstehen. Außerdem würden im selben Zeitraum bis zu 331.000 neue Mitarbeiter in der ambulanten und stationären Pflege benötigt. Die Studie prognostiziert weiterhin, dass in Deutschland bis 2030 zwischen 54 und 73 Milliarden Euro in neue Pflegeplätze investiert werden müssten, um die erwartete Nachfrage in den stationären Einrichtungen zu decken.

Laut Studie würden insbesondere 157.000 zusätzliche Fachkräfte in Deutschland benötigt, um die bereits heute angespannte Personalsituation in der Pflege angesichts des prognostizierten Anstiegs der pflegebedürftigen Bevölkerung bis 2030 nicht weiter zu verschärfen. Auch wenn die Zahl der Beschäftigten in der Pflege im letzten Jahrzehnt bereits stark gewachsen ist - 2011 arbeiteten insgesamt 952.000 Menschen in der stationären und ambulanten Pflege, davon 277.000 Pflegefachkräfte - besteht dennoch ein akuter Mangel an qualifiziertem Personal.

"Um dem Mangel an Pflegefachkräften zu begegnen, muss der Pflegeberuf attraktiver werden", sagt Dr. Sebastian Krolop, der bei Accenture den Bereich des Gesundheitswesens verantwortet und einer der Mitautoren der Studie ist. "Dazu werden die Löhne steigen müssen. Die operative Produktivität im Gesundheitssystem muss ebenfalls zunehmen, sodass die Pflegekräfte sich noch stärker den Pflegebedürftigen widmen können."

Die Studie zeigt weiterhin, dass der deutsche Pflegemarkt sich in den letzten Jahren stark verändert hat. Im Jahr 2011 war die Zahl der öffentlich-rechtlichen Pflegeplätze im stationären Bereich um 28 Prozent geringer als noch zur Jahrtausendwende, während sie sich in privaten Einrichtungen im selben Zeitraum fast verdoppelt hat. Bei den ambulanten Pflegeleistungen konnten die privaten Anbieter die Fallzahlen in diesem Zeitraum um 89 Prozent steigern, die freigemeinnützigen Träger hingegen nur um 11 Prozent.

Weiterhin zeigt der Report, dass immer mehr Pflegebedürftige direkt vom Krankenhaus in eine stationäre Pflegeeinrichtung überwiesen werden. Dies traf 2011 auf geschätzte 60 Prozent aller Neuzugänge zu, während 2003 lediglich rund ein Fünftel auf diesem Weg in ein Pflegeheim kam. Die Studie sieht auch einen Zusammenhang zwischen Pflegequalität und wirtschaftlichem Erfolg, denn die Ausfallwahrscheinlichkeit von Einrichtungen mit hohen Qualitätsstandards war um etwa 25 Prozent geringer als bei Heimen mit niedriger Pflegequalität.

Über die Studie:

Der "Pflegeheim Rating Report" ist 2013 zum vierten Mal erschienen. Unter dem Titel "Ruhigeres Fahrwasser erreicht." haben Accenture, hcb und RWI 486 Jahresabschlüsse aus den Jahren 2010 und 2011 untersucht, die insgesamt 1.809 Pflegeheime umfassen bzw. rund 15 Prozent des Marktes. In den Report sind auch die amtlichen Daten des Statistischen Bundesamts aller rund 12.400 Pflegeheime und 12.300 ambulanter Dienste eingeflossen. Hauptziel ist es, mehr Transparenz in den deutschen Pflegemarkt zu bringen.



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