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22.08.2013 11:53 Uhr

Studie: Barrierefreies Bauen kommt nicht vom Fleck

Grafik barrierefreie PlanungDie Gesellschaft ist sich einig, dass Gebäude für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen begeh- bzw. bewohnbar gemacht werden müssen. Barrierefreies Bauen ist daher kein Randphänomen mehr, sondern es gehört zur Normalität. Allerdings wird sowohl beim Bauen im Bestand als auch im Neubau noch keineswegs genügend dafür getan, dass Barrieren beseitigt bzw. vermieden werden. Das bestätigen bislang unveröffentlichte Ergebnisse aus einer Studie von BauInfoConsult aus den Befragungen unter Architekten und Verarbeitern zur Barrierefreiheit in ihren Projekten.
Bereits Anfang 2010 hat BauInfoConsult die im Wohnungsbau tätigen Architekten, Bauunternehmer und SHK-Installateure nach dem Stellenwert des barrierefreien Bauens in diesem Segment im vorangegangen Jahr 2009 befragt. Ein Vergleich mit den Anfang 2013 nochmals in analoger Weise zu 2012 abgefragten Ergebnissen zeigt: Zwischen 2009 und 2012 hat die Verhinderung bzw. Beseitigung von Barrieren zwar insgesamt mehr Gewicht zugelegt, aber das Tempo der Entwicklung ist nach wie vor zu langsam, um der Brisanz des Themas gerecht zu werden.


Barrierefreiheit 2018: Erwartungen insgesamt nur gering gestiegen


Im Jahr 2010 erwarteten die drei befragten Zielgruppen zusammengenommen noch im Schnitt, dass das Segment „barrierefreies Bauen“ in den nächsten fünf Jahren einen Anteil von 34 Prozent an ihren Projekten haben würden. Anfang 2013 erwarten die Befragten für 2018 einen Anteil von 35 Prozent. Damit würde das barrierefreie Bauen jedes dritte Projekt betreffen – was weiterhin das große Potenzial des Segments bezeugt, aber eben auch andeutet, dass es zwischen 2010 und 2013 noch keinen deutlichen Entwicklungsschub gegeben hat.  

Barrierefreie Sanierung passiert meist erst, wenn es akut wird

Die Begründung fällt nicht schwer: Kostspielige Investitionen, die notwendig sind, aber nicht unbedingt Spaß machen, schiebt man gerne auf die lange Bank. Dazu gehört offensichtlich auch die barrierefreie Renovierung. Leider bestätigen die Befragten auch mehrheitlich die Aussage, dass barrierefreie Modernisierung im Bestand zumeist dann akut wird, wenn die Beseitigung von Barrieren unvermeidlich geworden ist. Die SHK-Installateure sind zu 73 Prozent, die Architekten zu 86 Prozent dieser Auffassung. Bei den Bauunternehmern machen neun von zehn Befragten diese Beobachtung.

Nochmals verdeutlicht wird dieser Befund von den Erfahrungen der Architekten, welche Bauherrengruppen am ehesten barrierefreie Aspekte bei der Planung berücksichtigen. Dass Privatpersonen ab 50 Jahren, die ihre Wohnung sanieren, vermehrt an die Zukunft denken und von selbst barrierefreie Aspekte bei ihrer Wohnung einplanen, bestätigen 93 Prozent der hierzu befragten Architekten. Die Neubau-Bauherren im klassischen Alter (zwischen 25 und ca. 45) denken immerhin nach Ansicht von 40 Prozent der Architekten an barrierefreie Maßnahmen.
Ein Viertel der Architekten hat außerdem im Umgang mit professionellen Bauherren aus der Wohnungs- und Immobilienbranche die Erfahrung gemacht, dass bei deren Planung Barrierefreiheit eine Rolle spielt – schließlich sind Mieter im fortgeschrittenen Alter ein immer größerer Teil ihrer potenziellen Kunden.

Die Befragten sind deshalb zuversichtlich, was den Stellenwert von barrierefreiem Bauen im Neubau betrifft: So stimmen 69 Prozent der Bauunternehmer voll und ganz oder überwiegend zu, dass Barrierefreiheit bei der Realisierung von Neubauten im Wohnungsbau immer umfassend berücksichtigt wird, nur jeder fünfte Bauunternehmer hält diese Aussage für nicht zutreffend – weniger Bauunternehmer als uneingeschränkt zustimmen. Die meisten SHK-Installateure teilen den Eindruck, dass im Wohnungsneubau Barrierefreiheit immer mit berücksichtigt wird (58 Prozent, vor allem überwiegende Zustimmung). Auch jeder zweite Architekt ist überzeugt, dass im heutigen Wohnungsneubau Barrierefreiheit zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

Über die Studie

Die Ergebnisse sind ein exklusiver Auszug aus der Studie Jahresanalyse 2013/2014 von BauInfoConsult. Die Studie wird jedes Jahr auf der Grundlage repräsentativer Marktforschungsbefragungen bei Entscheidern im Baubereich von BauInfoConsult herausgegeben. Insgesamt wurden für die Jahresanalyse über 1.400 telefonische und Online-Interviews mit Architekten, Bauunternehmern, SHK-Installateuren, Elektroinstallateuren und Herstellern aus der Bau- und Installationsbranche geführt.



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