Tagungsband zu Barrierefreiheit und Brandschutz

Tagungsband zu Barrierefreiheit und Brandschutz

Titelbild Tagungsband Brandschutz und BarrierefreiheitMit einem Tagungsband ergänzt der Verlag Rudolf Müller sein Angebot an Fachliteratur rund um das bauliche Spannungsfeld zwischen Barrierefreiheit auf der einen Seite und Brandschutz auf der anderen. In der Sonderausgabe finden sich Vorträge, die sich an Architekten, Ingenieure, Fachplaner, Sachverständige im Bereich barrierefreies Bauen sowie an Behindertenbeauftragte und Interessenvertreter richten. Der jetzt vorliegende Tagungsband beschränkt sich dabei auf drei Themenkomplexe, die in das Thema einführen, den Brandschutz in Behinderteneinrichtungen darstellt wie auch die Fragen nach barrierefreiem Brandschutz aus Sicht der Feuerwehren beantwortet.

 

Brandschutz und Barrierefreiheit aus Sicht verschiedener Experten

 

 

Die Autoren Thomas Kempen, Johannes Göbell und Georg Spanghardt sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet des barrierefreien Brandschutzes. Johannes Göbell leitet mit Steffen Kallinowsky das Architekturbüro göbellkallinowsky architekten + ingenieure. Der barrierefreie Brandschutz liegt dem Diplom-Ingenieur vor allem deshalb am Herzen, weil er nach einer Gehirnoperation selbst zum Kreis der Betroffenen gehört. Thomas Kempen ist Brandschutzsachverständiger und lehrt Brandschutz an der Fachhochschule Aachen. Branddirektor Georg Spanghart leitet die Abteilung Gefahrenvorbeugung bei der Feuerwehr Köln.

 

Antworten auf die Frage: Wie kann ein Brandschutzkonzept für Einrichtungen mit behinderten Menschen aussehen?

 

Die Autoren nähern sich somit jeder aus einer anderen relevanten Perspektive dem barrierefreien Brandschutz an und vertreten jeder für sich eine der Berufsgruppen – Ingenieure, Architekten, Sachverständige und Feuerwehrleute – die sich gerade vor dem Hintergrund der Forderung nach Inklusion mit der Zugänglichkeit von öffentlichen Gebäuden und der Sicherheit für alle Nutzergruppen beschäftigen. So kennzeichnen sie den barrierefreien Brandschutz als Schnittstelle zur technischen Gebäudeausrüstung. Dass sich die Planer in diesem Zusammenhang nicht unbedingt auf vorhandene Konzepte stützen können, sondern vielmehr auch einmal Entscheidungen in Eigenverantwortung treffen müssen, kennzeichne das Spannungsfeld. Ein Beispiel von Johannes Göbell: Zwar lassen sich Türen in Einrichtungen für behinderte Menschen barrierefrei betätigen. Im Brandfall jedoch kommt jemand, der sich nicht selbst helfen kann, u.U. nicht aus einem Gebäude heraus, weil die Anbindung einer automatischen Tür an das Brandschutzkonzept fehlt. „Sonst sind wir Brandschützer ständig mit klaren Schwellenwerten konfrontiert […]. Nur bei der Definition von Brandschutzmaßnahmen in Einrichtungen mit behinderten Nutzern entscheidet oft das Bauchgefühl über Art und Qualität der Maßnahmen“, schildert Johannes Göbell. Wie ein System zur individuellen, nutzerbezogenen Definition von Brandschutzmaßnamen anhand klarer Schwellenwerte aussehen kann, skizziert er in seinem Vortrag.

 

FeuerTRUTZ (Hrsg.): Brandschutz und Barrierefreiheit. Tagungsband zum FeuerTRUTZ Brandschutzkongress 2016. Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG, Köln 2016.
ISBN: 978-3-481-03531-0 (Buch)
ISBN 978-3-481-03533-4 (E-Book)