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06.06.2018 08:56 Uhr

Was leistet ein automatischer Türantrieb?

Skizze: Rollstuhlfahrer vor einer Tür mit TürantriebTüren können für Menschen mit motorischen, körperlichen oder kognitiven Einschränkungen ein echtes Hindernis darstellen. Enge Durchgänge erfordern Koordination und Kraft, und müssen rechtzeitig wahrgenommen werden. Barrierefreie Türen sind frei von Schwellen, aus der Entfernung erkennbar und ohne Kraft zu öffnen. Ein automatischer Türantrieb kann eine Lösung sein.

 

Türantrieb: Auf eine durchdachte Planung kommt es an

 

Welche Voraussetzungen müssen Türen erfüllen, um als barrierefrei zu gelten? Barrierefreie Türen müssen deutlich wahrnehmbar sein. Sie sollten so angebracht sein, dass sie sicher passiert werden können und sich leicht öffnen und schließen lassen. Diese Anforderungen werden idealerweise schon bei der Planung des Gebäudes berücksichtigt. Denn ein Türantrieb alleine kann zwar nachgerüstet werden. Aber der macht die Tür noch nicht barrierefrei.

Türen müssen – um als barrierefrei zu gelten – so installiert sein, dass es um sie herum ausreichend Bewegungsflächen gibt. Körperlich eingeschränkte Personen mit Gehhilfen, Rollatoren oder Rollstühlen brauchen Platz, um mit ihren Hilfen die Tür sicher zu passieren. Gibt es einen Türantrieb mit Schalter, muss auch um den Schalter herum ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein. Vor Drehtüren sind in Richtung der aufschlagenden Tür freie Flächen von wenigstens 1,40 Meter Breite und 1,50 Meter Tiefe vorgeschrieben. Der Drücker muss zu seitlichen Bauteilen einen Mindestabstand von 50 Zentimetern haben. Denn nur so kann die Tür mit einem Rollstuhl angenehm seitlich angefahren oder während des Öffnens vorbeigefahren werden. Weitere Ansprüche betreffen die Breite und Höhe des Türdurchgangs und die Bewegungsfläche hinter der Tür, also jenseits der Aufschlagrichtung.

 

Anforderungen an den Türantrieb – Unterschiede im privaten und öffentlichen Bereich

 

Der Türantrieb muss gut erkennbar und leicht erreichbar sein. Eine kontrastreiche visuelle Gestaltung und eine taktile Kennzeichnung sind wichtig. Die Drückergarnitur muss außerdem so gestaltet sein, dass sie ohne Kraftaufwand und greifgünstig betätigt werden kann. Die Eingangstüren von öffentlichen Gebäuden sollten sich über eine Lichtschranke oder einen Taster automatisch öffnen und schließen. Im privaten Bereich können der Kraftaufwand zur Ingangsetzung des automatischen Mechanismus sowie die Öffnungszeit der Tür individuell eingestellt werden. Die Öffnungszeit ist wichtig, denn automatisch schließende Türen müssen auch langsam navigierenden Menschen genug Zeit lassen, einen Rollstuhl erst in Position und dann durch die Tür zu bringen. Während im privaten Bereich Türantrieb und Taster auf die individuellen Anforderungen hin angepasst werden können, müssen Türen mit Automatik im öffentlichen Raum vielen Ansprüchen zugleich genügen, um wirklich für alle Menschen Barrierefreiheit sicherzustellen.



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