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Rückenmarksschäden

Häufig kommt es bei Wirbelsäulenschäden zu schweren Mitverletzungen des Rückmarkes bzw. der im Rückenmarkskanal verlaufenden Nervenfasern (Cauda equina). Ursachen können Verletzungen, Wirbelsäulenfrakturen, Tumorerkrankungen, Komplikationen bei einer Wirbelsäulenoperation, wie zum Beispiel einer Bandscheibenoperation, sein. Durch Begleitverletzungen treten Querschnittlähmungen auf, deren Art und Ausmaß von der Höhe und Schwere der Schädigung abhängen.

 

Man unterscheidet eine untere, eine mittlere und eine obere Querschnittslähmung. Die obere tritt in drei Varianten auf:

1. Bei einer Läsion des oberen Brustmarkes (Th 2-3) muss man auch von einer Lähmung der Rumpfmuskulatur ausgehen. Die Arme können noch frei bewegt werden. Die Beine sind jedoch spastisch gelähmt.

2. Durch die Verletzung des unteren und mittleren Halsmarkes (C3-Th1) kommt es zu einer spastischen Lähmung der oberen und unteren Gliedmaßen (Tetraplegie) sowie zu einer Lähmung der Rumpfmuskulatur. Die Zwerchfellatmung ist noch intakt, so dass eine spontane Atmung möglich ist.

3. Wenn auch das obere Halsmark in der Höhe der Wirbel C1-C3 verletzt ist, kommt es neben einer spastischen Tetraplegie und einer Lähmung der Rumpfmuskulatur auch zu einer Lähmung der Zwerchfellmuskulatur mit Beeinträchtigung der Atmung. Eine Atemhilfe wird erforderlich.

 

Wenn nicht alle Fasern durchtrennt worden sind und noch einzelne Funktionen erhalten geblieben sind, spricht man von einer inkompletten Querschnittslähmung. Eine Verletzung des Lendenmarkes und der Cauda Equina führt zu einer unteren Querschnittlähmung. Die Folgen sind eine spastische Lähmung der Beine (Paraplegie), eine gestörte Blasen- und Mastdarmfunktion sowie eine Beeinträchtigung der Sensibilität unterhalb des Schadens an der Wirbelsäule. Störungen der Blase und des Mastdarms sowie Sensibilitätsstörungen kommen bei jeder Form des Querschnittsyndroms vor. Durch die Minderung der Empfindlichkeit können Druckgeschwüre (Dekubitus) als Folgeerkrankung auftreten, die in aller Regel an den hervorragenden Körperteilen wie der Ferse, dem Gesäß und dem Rücken zu finden sind. Eine Verletzung des unteren bzw. des mittleren Brustmarkes führt zu einer mittleren Querschnittslähmung. Auch hierbei kommt es zu einer spastischen Lähmung der Beine (Paraplegie). Der Rumpf kann jedoch noch bewegt werden, da wesentliche Muskeln vom oberen Brustmark versorgt werden.

 

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