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Sehbehinderungen

Eine direkte Bewegungseinschränkung liegt im Falle von Sehbehinderungen zwar nicht vor, dennoch engen sie deutlich ein und können sogar zum Wegfall der optischen Wahrnehmung führen. Man unterscheidet das eingeschränkte Sehvermögen, die Visusminderung, die Blindheit, das eingeengte Gesichtsfeld, z.B. das Röhrengesichtsfeld, die Farbsinnstörung, wie eine Rot-Grün-Blindheit, die Dämmerungs- und die Nachtblindheit. Bei der Nachtblindheit wird das von einer Beleuchtungsquelle Erhellte nicht gesehen, sodass in der Dämmerung wie auch in der Nacht Blindheit vorliegt.

 

Die Ursachen für Sehbehinderungen sind vielfältig: Einerseits entstehen sie durch Erkrankungen der Augen (peripher), andererseits des Gehirns (zentral). Zentrale Ursachen sind meist Durchblutungsstörungen, Verletzungen oder Tumore. Periphere Sehbehinderungen entstehen in der Regel durch Verletzungen, Missbildungen, Alterungsprozesse, Grauer Star, Grüner Star, Erkrankungen der Netzhaut, wie Retinopathia hypertonica bei Bluthochdruck, Retinopathia diabetica bei Blutzuckerkrankheit, Retinitis pigmentosa, Maculadegeneration, Netzhautablösung sowie Veränderungen am Sehnerven. Einengungen des Blickfeldes sind überwiegend auf Erkrankungen der Netzhaut sowie der zentralen Sehbahnen zurückzuführen. Gefahrenquellen vermeiden

 

Über die in den DIN-Normen beschriebenen Ausstattungen von Wohnungen hinaus kann man – je nach individuellem Bedarf, Verlauf der Krankheit und zu erwartenden Funktionseinbußen im Alltag – bei Sehbehinderungen noch einen Schritt weiter gehen: Es gilt, Gefahrenquellen wie Stufen, Schwellen, Kanten, glatte Böden, Teppiche oder Läufer zu vermeiden, zum Beispiel mithilfe einer Rampe, oder durch kontrastreiche Farben kenntlich zu machen.

 

Es sollten keine Gebäudeteile in den Raum hineinragen. Türen und Fenster sollten aus bruchsicherem Glas bestehen. Durch taktile Elemente, wie Materialunterschiede des Fußbodens oder der Wände im Haus, entstehen Orientierungshilfen. Auch Hinweisschilder, Schalter, Griffe usw. sind leichter zu erkennen, wenn sie eine kontrastreiche Farbgebung haben. Wenn möglich, sollten optische durch akustische Signale ersetzt werden, z. B. Küchengeräte mit Lichtsignalen oder Lifte mit Klingelzeichen. Gleichzeitig sollten ausgeglichene akustische Raumbedingungen für eine gute Hörbarkeit hörbarer Signale sorgen. In die Planungsgrundlagen des Wohnraums für Sehbehinderte sollten auch elektronische Hilfs- und Kommunikationsmittel wie Fernsehlesegeräte, Schreibmaschinen, Computer usw. mit einbezogen werden.



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