Was ist Polio – Poliomyelitis?

Was ist Polio – Poliomyelitis?

Polio ist eine Viruserkrankung. Das Virus befällt die Vorderhornzellen des Rückenmarks, in denen die motorischen Bewegungsbahnen verlaufen. Durch eine hohe Impfrate tritt Polio in Deutschland nur noch sehr selten auf. Anders in Afrika und einige asiatischen Ländern: Hier bricht die Krankheit wegen fehlender Impfung immer wieder aus. Etwa 50.000 bis 60.000 Menschen leiden in Deutschland unter den Spätfolgen einer Polioinfektion. Eine Infektion erfolgt zum Beispiel über den Speichel, das Virus dringt in Nase und Mund ein oder wird bei Händeschütteln übertragen.

Welche Folgen hat die Poliomyelitis, wenn sie nicht erkannt wird?

Viele Betroffene merken gar nicht, dass sie sich mit Polio angesteckt haben. Die Infektion geht ohne Symptome vorbei. Danach sind die Patienten resistent. Allerdings kann es auch zu schwerwiegenderen Folgen für die Gesundheit kommen:

Die Krankheit hinterlässt dann schlaffe Lähmungen der Gliedmaßen und der Rumpfmuskulatur mit unterschiedlicher Ausdehnung. Betroffene Körperteile bleiben im Wachstum zurück. In besonders schweren Fällen der Krankheit sind auch die Atemmuskulatur und die inneren Organe (Schlucklähmung) befallen.

Das Lebensumfeld von Poliokranken muss sich auf die Lähmungen und damit verbundene Einschränkungen einstellen und ggf. durch Haltegriffe und Rampen Hilfestellungen bereithalten.

 

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