Informationen zum Pflegegeld

Informationen zum Pflegegeld

Ganz bewusst hat der Gesetzgeber festgelegt, dass Menschen, die auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind, selbst darüber entscheiden können, in welcher Form und von wem sie gepflegt werden wollen. Wenn der Pflegefall eintritt haben Pflegebedürftige also die Wahl, ob sie ambulante Sachleistungen – zum Beispiel durch einen Pflegedienst- in Anspruch nehmen oder ob sie Pflegegeld erhalten möchten. Die Zahlung von Pflegegeld ist allerdings an Voraussetzungen geknüpft. So ist sicherzustellen, dass die Pflege zu Hause zum Beispiel von Angehörigen oder Ehrenamtlichen gewährleistet wird. Das Pflegegeld wird dann an den Pflegebedürftigen und nicht den Angehörigen gezahlt. In der Verwendung ist der Betroffene dann selbstbestimmt und kann die Mittel an die Person weitergeben, die ihn versorgt und betreut.

 

Wie hoch ist das Pflegegeld zurzeit?

 

Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit, der durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen festgestellt wird, erhalten Betroffene unterschiedlich viel Pflegegeld, dessen Höhe in Stufen gestaffelt ist:

 

  • 316 Euro pro Monat in Pflegegrad 2
  • 545 Euro pro Monat in Pflegegrad 3
  • 728 Euro pro Monat in Pflegegrad 4
  • 901 Euro pro Monat in Pflegegrad 5.

 

Der Pflegegrad 1 wird nicht mit einer Geldleistung, jedoch mit einer zweckgebundenen Kostenerstattung von bis zu 125 Euro verbunden.

Wie sehen die Leistungen für Demenzkranken aus?

Besteht ein sogenannter erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf, zum Beispiel bei Demenzkranken, können die Leistungen aufgestockt werden. So gibt es seit Januar 2017 auch eine sogenannte Pflegestufe 0, in der Versicherte Leitungen erhalten können.

 

Wie verhält es sich für Personen in vollstationären Einrichtungen? Sie haben Anspruch auf ungekürztes Pflegegeld für den Zeitraum, in dem sie sich in häuslicher Pflege befinden. Wird die sogenannte Verhinderungspflege in Anspruch genommen, wenn pflegende Angehörige wegen Urlaubs oder einer Erkrankung ihre Angehörigen die Betreuung unterbrechen müssen, wird das bisher bezogene Pflegegeld anteilig in einem Zeitraum von bis zu sechs Wochen weitergezahlt. Bei Inanspruchnahme einer Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung zahlt die Pflegekasse für bis zu acht Wochen pro Kalenderjahr das Pflegegeld in halber Höhe weiter.