Sachleistungen in der Pflege
Foto der Hände einer alten Frau

Sachleistungen in der Pflege

Pflegebedürftige Menschen haben einen Anspruch auf Sachleistungen in der Pflege

Je nach Pflegegrad des pflegebedürftigen Menschen erhalten Betroffene für die Pflege Leistungen aus der Pflegeversicherung. Dabei kann es sich um das sogenannte Pflegegeld handeln, dessen Höhe sich an der Schwere der vorliegenden kognitiven bzw. körperlichen Einschränkung ausrichtet. Daneben können Pflegebedürftige auch sogenannte Sachleistungen oder eine Kombination aus Pflegegeld und Sachleistungen beantragen. Das macht zum Beispiel dann Sinn, wenn ein Teil der Pflegearbeit zu Hause geleistet wird, zur ausreichenden Versorgung jedoch noch die Unterstützung eines Pflegedienstes in Anspruch genommen werden muss. Im Einzelfall können das pro Monat zwischen 689 in Pflegegrad II bis zu 1995 Euro in Pflegegrad V sein, die für Pflegesachleistungen gezahlt werden.

Was genau ist eine Sachleistung in der Pflege?

Grundlage für die Zahlung von Pflegesachleistungen ist §36 im Elften Buch Sozialgesetzbuch. Die Leistung umfasst die sogenannte Grundpflege (zum Beispiel Waschen und Anziehen) durch examinierte Pflegekräfte oder hauswirtschaftliche Versorgung, wenn Personen nicht mehr in der Lage sind, sich selbst um Haushalt und Wäsche zu kümmern. Die Behandlungspflege, also die vom Arzt verordnete Versorgung mit Medikamenten oder auf die Erkrankung bezogene spezielle Pflege wie Dekubitusvorsorge zur Prävention des sogenannten Wundliegens ist damit nicht verbunden. Im Falle von Sachleistungen erhält der zu Pflegende keine Kostenerstattung für Pflegekosten, die er selbst bezahlt hat. Auf Basis eines Versorgungsvertrags mit der Pflegekasse bekommt vielmehr ein ambulanter Pflegedienst eine Entschädigung bis zu einem Höchstbetrag je nach Einstufung in einen bestimmten Pflegegrad.