Barrierefreie Flure / Schalter in öffentlichen Gebäuden
Skizze; Rolllstuhlfahrer am Schalter

Barrierefreie Flure / Schalter in öffentlichen Gebäuden

Kennen Sie die Situation: Sie haben Gepäck, schieben einen Kinderwagen und stehen vor einem Drehkreuz, durch das sie nicht hindurchkommen? Es ist eine kleine Alltagsbegebenheit, doch sie verdeutlicht die Hindernisse, die das Leben von Menschen mit Behinderungen erschweren. Doch auch Schalter , Flure und Wege in öffentlichen Gebäuden lassen sich barrierefrei gestalten.

Schalter sind dann barrierefrei, wenn sie von allen Menschen genutzt werden können

Durchgänge, Kassen und Kontrollen in öffentlichen Gebäuden müssen für behinderte Menschen barrierefrei befahrbar sein, d.h. davor muss eine Bewegungsfläche von mindestens 150 cm Breite und 150 cm Tiefe vorhanden sein. Für Schalter oder Tresen heißt Barrierefreiheit: Sie sollten anfahrbar für Rollstuhlfahrer und gut erkennbar für Menschen mit visuellen oder akustischen Einschränkungen sein. Idealerweise sollte ein Schalter bzw. Tresen für Rollstuhlfahrer auf einer gewissen Länge unterfahrbar sein. Die Oberkannte des Tresens sollte 80 Zentimeter nicht unterschreiten, damit die Person im Rollstuhl wahrgenommen werden kann. Wichtig sind auch Ruhezonen und Sitzgelegenheiten für Menschen mit Gehbehinderungen oder körperlichen Einschränkungen.

Schalter sollten gut auffindbar sein

Im Durchgang zwischen Service-Schaltern, Kontrollen, Kassen oder Automaten ist eine nutzbare Breite von mindestens 90 cm wichtig. Letzteres gilt auch für Nebenwege. Mehr als 1.500 cm lange Flure und Wege müssen für die Begegnung von Rollstuhlbenutzer eine Bewegungsfläche von mindestens 180 cm Breite und 180 Tiefe aufweisen.

Fluchtwege, aber auch der Zuweg zum Schalter sollten durch besondere Lichtbänder und richtungsweisende Beleuchtung, z.B. in Fußleistenhöhe sowie durch Tonsignale gekennzeichnet werden. Dazu bieten sich auch unterschiedliche Bodenstrukturen oder akustische Signalgeber an. Die barrierefreie Infrastruktur zielt darauf, Informationen, die der Orientierung im Gebäude bzw. der Leitung oder der Warnung dienen, sollten auch von Menschen mit Sinneseinschränkungen gut zu erkennen sein. Das heißt, relevante Informationen sollten sich stets an zwei Sinne richten.

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