Türantriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen zur barrierefreien Gestaltung einer Tür

 

Wann ist eine Tür barrierefrei?

Türen gelten als das „Nadelöhr“ einer barrierefreien Raumgestaltung. Unter dem Blickwinkel von Menschen mit Behinderungen sind es schmale Stellen, an denen besondere Vorsicht bzw. motorische Koordination und Kraftaufwand erforderlich werden. Sehbehinderte Menschen nehmen Türen unter Umständen als plötzlich auftretendes Hindernis war. Somit stellen Türen eine motorische und sensorische Herausforderung für Menschen mit Einschränkungen dar, was bei der Planung von barrierefrei gestalteten Türen zu beachten ist.

Für das barrierefreie Planen heißt dies konkret: Türen sind deutlich wahrnehmbar zu gestalten. Sie sollten leicht zu öffnen und zu schließen und sicher zu passieren sein. Karusselltüren oder Pendeltüren stellen per se keinen barrierefreien Zugang dar. Barrierefreie Türen sind schwellenfrei, das heißt der Anschluss an den Bodenbelag erfolgt hier bodengleich. Schon Schwellen ab zwei Zentimetern Höhe können für Rollstuhlfahrer ein Hindernis sein, das nur mit erhöhtem Schwung und mehr Kraftaufwand überwindbar ist. Eine Ausnahme bilden dabei Brandschutztüren, bei denen im Sinne der Barrierefreiheit die Schwelle zugleich nicht höher als zwei Zentimeter sein darf.

Was versteht man unter Bewegungsflächen an Türen?

Ebenfalls ein wichtiger Faktor mit Blick auf die Barrierefreiheit an Türen ist die Frage, ob ausreichend Bewegungsflächen vorhanden sind. Denn diese sind für Personen im Rollstuhl grundlegend notwendig, um sich zum Öffnen der Tür seitlich davor platzieren zu können. Auch Personen mit Gehhilfen sind auf ausreichend Raum angewiesen. Die DIN 18040-1 für barrierefreies Bauen sieht deshalb vor Drehtüren in Richtung der aufschlagenden Tür eine Bewegungsfläche von mindestens 1,40 Meter Breite und 1,50 Meter Tiefe vor. Die Vorderkante des Drückers muss zu seitlich begrenzenden Bauteilen einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern vorweisen, um die Tür bequem seitlich anfahren bzw. während des Öffnens seitlich vorbeifahren zu können. Zudem ist eine barrierefreie Tür mindestens 90 Zentimeter breit und 205 Zentimeter hoch. Auch jenseits der Aufschlagrichtung ist eine Bewegungsfläche vorzusehen. Sie sollte mindestens 1,50 Meter breit und 1,20 Meter tief sein. Hier gilt ebenfalls, dass der seitliche Abstand des Drückers zu Begrenzungen mindestens 50 cm betragen muss. Zu beachten ist zudem ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zu einer begrenzenden Wand auf der nichtaufschlagenden Seite der Tür, damit Rollstuhlfahrer einen Richtungswechsel vornehmen können.

Die DIN 18040-1 macht Planungsangaben zu manuell bedienbaren Türen sowie zu automatischen Türsystemen. Wichtig für Menschen mit kognitiven und sensorischen Einschränkungen ist die Auffindbarkeit und Erkennbarkeit von Türen und ihrer Funktion. Das heißt, es kommt entscheidend auf eine kontrastreiche visuelle Gestaltung und eine taktile Kennzeichnung an.

Barrierefrei ist eine Tür zudem, wenn sie mit geringem Kraftaufwand geöffnet werden kann. Entsprechend greifgünstig sollte die Drückergarnitur gestaltet sein. Bogen- oder U-förmige Griffe sind für motorisch oder visuell eingeschränkte Personen günstiger. Dabei gilt, dass Eingangstüren von öffentlichen Gebäuden bevorzugt automatisch zu öffnen und zu schließen sein sollten, entweder durch Bewegungsmelder oder Taster. Brandschutztüren sind dabei mit einer Feststellanlage zu versehen. Automatische Türöffner sollten so eingestellt sein, dass sie ausreichend lange geöffnet bleiben, damit Menschen mit Einschränkungen sicher passieren können.

 

Wie kann man Barrierefreiheit an einer Tür nachrüsten?

 

Nachrüsten lässt sich Barrierefreiheit an Türen durch den Austausch von Drückergarnituren, durch eine Verbreiterung sowie durch das Nachrüsten von automatischen Türöffnern, die es für den privaten wie für den öffentlichen Bereich gibt. Diese Türöffner lassen sich manuell oder über einen Sensor steuern und stellen sich automatisch auf die Parameter der Tür ein.

 

Wie erreicht man ein Öffnen von Türen mit geringem Kraftaufwand?

 

Der Kraftaufwand zum manuellen Auslösen der automatischen Türöffnung lässt sich individuell einstellen. Ein Öffnen gänzlich ohne Kraftaufwand ist über einen Sensor möglich, der den Impuls weitergibt, wenn Personen zum Beispiel eine Lichtschranke passieren.

 

Worin unterscheiden sich automatische Türöffner für Türen im öffentlichen und privaten Bereich?

 

Automatische Türöffner für den öffentlichen Bereich sind robuster gestaltet, weil öffentliche Türen in der Regel größer und breiter als private Türen sind. Zudem sollten sie in der Lage sein, mit einem bestehenden Gebäudeleitsystem in Einklang gebracht bzw. an eine Brandschutzanlage angeschlossen zu werden.

 

Wie funktioniert die Steuerung von automatischen Türöffnern?

 

Entweder direkt über einen manuellen Impuls, zum Beispiel durch das Drücken der Klinke, einen Schalter oder indirekt über eine Fernsteuerung bzw. einen Sensor. Zudem kann der Öffnungsvorgang bzw. die Öffnungsdauer über Einstellungen am automatischen Türöffner gesteuert werden. Dabei sind die modernen Türöffner wie die Dorma Modelle von barrierefrei.de heute in der Lage, sich im Rahmen einer Lehrfahrt automatisch auf ihre Betriebsparameter einzustellen.

 

Wo finde ich Planungsbeispiele für barrierefrei gestaltete Türen?

 

Hinweise zur barrierefreien Gestaltung von barrierefreien Türen gibt es an der Info-Hotline von barrierefrei.de unter T: +49 (0) 651 / 17 08 14 80. Fragen Sie einfach nach!

Zudem finden sich im Datenblatt zu den Automatischen Türöffnern ED 100 für den öffentlichen und Dorma porteo für den privaten Bereich Anleitungen für die Aufrüstung von Türen für mehr Barrierefreiheit.

 



)