Barrierefrei.de: Hilfsmittel wie Rollstuhlrampen für den barrierefreien Umbau finden
Wer sein Haus barrierefrei umbauen möchte, sollte zunächst den eigenen Bedarf prüfen. Treppen, Schwellen, enge Türen oder ein nicht barrierefreies Badezimmer können den Alltag erschweren. barrierefrei.de unterstützt dabei, geeignete Lösungen und Produkte für mehr Selbstständigkeit im eigenen Zuhause zu finden. Umfangreiche bauliche Veränderungen übernehmen Fachbetriebe aus den jeweils benötigten Gewerken.
Welche Bereiche kann ich in meinem Haus barrierefrei umbauen?
Typische barrierefreie Umbauten sind:
- Hauseingang: Rampen, Plattformlifte oder schwellenarme Zugänge
- Türen: Verbreiterung von Türdurchgängen und Beseitigung von Schwellen
- Bad und WC: bodengleiche Dusche, Haltegriffe, Duschsitz oder unterfahrbares Waschbecken
- Küche: angepasste Arbeitshöhen, unterfahrbare Arbeitsbereiche und gut erreichbare Schränke
- Treppen: Handläufe, Treppenlifte oder andere Liftsysteme
- Wohnbereiche: bessere Bewegungsflächen und eine angepasste Raumaufteilung
Einzelne Hilfsmittel können bereits eine konkrete Alltagshürde beseitigen und das Umfeld komfortabler machen.
Wie beginne ich mit der Planung?
Am Anfang steht die Frage: Was soll im Alltag einfacher oder selbstständiger werden? Beobachten Sie zunächst, an welchen Stellen Schwierigkeiten entstehen. Eine Person mit Rollator zum Beispiel benötigt einen schwellenarmen Zugang zum Haus. Wer einen Rollstuhl nutzt, ist auf größere Bewegungsflächen und angepasste Türen angewiesen. Auf barrierefrei.de können Sie sich über verschiedene Lösungen mit Rollstuhlrampen informieren und passende Produkte für Bad, WC und weitere Bereiche recherchieren.
Noch ein Tipp bei größerem Umbaubedarf: Die Verbraucherzentralen bieten eine kostenfreie Erstberatung zum barrierefreien Wohnen an. Dort beraten Architekten rund um die barrierefreie Gestaltung und die Modernisierung Ihres Hauses.
Wer führt einen barrierefreien Umbau durch?
Für einen kompletten Umbau gibt es selten nur einen zuständigen Handwerker. Je nach Bauvorhaben können mehrere Gewerke beteiligt sein.
Sanitärbetriebe übernehmen beispielsweise den Umbau des Badezimmers. Schreiner oder andere Fachbetriebe können Türen und Durchgänge anpassen. Je nach Rampentyp können mobile Rampen auch ohne umfangreiche Umbauten eingesetzt werden.
Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, dass der Betrieb Erfahrung mit barrierefreien Umbauten hat. Bei größeren Umbauten kann es außerdem sinnvoll sein, die Planung durch eine Wohnberatungsstelle oder einen Fachplaner zu unterstützen.
Welche Lösungen bietet barrierefrei.de?
barrierefrei.de bietet zahlreiche Produkte, die Menschen bei der barrierefreien Gestaltung ihres Wohnumfelds unterstützen können.
Für Bad und WC gehören dazu beispielsweise Haltegriffe, Duschsitze, Kippspiegel und unterfahrbare Waschbecken. Solche Produkte können einen Umbau ergänzen oder bei kleineren Anpassungen eine eigenständige Lösung darstellen.
Die passende Lösung hängt immer von der konkreten Wohn- und Lebenssituation ab. Die Experten von barrierefrei.de unterstützen bei der Auswahl geeigneter Produkte und Lösungen.
Welche Fördermittel gibt es für den barrierefreien Umbau?
Für einen barrierefreien Hausumbau kommen mehrere Fördermöglichkeiten infrage. Besonders wichtig sind die Förderung der Pflegekasse und die Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Welche Förderung infrage kommt, hängt unter anderem davon ab, ob ein Pflegegrad vorliegt und welche Umbauten geplant. Je nach Förderprogramm kann es sich um einen Zuschuss oder eine Finanzierung handeln.
Zuschuss der Pflegekasse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
Menschen mit Pflegegrad 1 bis 5 können von ihrer Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen erhalten (Stand September 2026). Voraussetzung ist, dass ein Umbau die häusliche Pflege sicherstellt, erheblich erleichtert oder eine selbstständige Lebensführung wiederherstellt.
Die Pflegekasse kann beispielsweise einen Zuschuss für einen pflegegerechten Badumbau, eine Türverbreiterung, eine fest installierte Rampe oder einen Treppenlift gewähren. Der Zuschuss muss bei der Pflegekasse beantragt werden.
Leben mehrere anspruchsberechtigte Pflegebedürftige zusammen, kann sich der Zuschuss auf bis zu 16.720 Euro erhöhen. Die Pflegekasse prüft den Anspruch im Einzelfall.
KfW-Kredit für den Abbau von Barrieren
Auch die KfW unterstützt den barrierearmen Umbau von Häusern und Wohnungen. Mit dem Programm „Altersgerecht Umbauen – Kredit (159)“ können bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit finanziert werden. Die Förderung steht grundsätzlich unabhängig vom Alter zur Verfügung.
Der Kredit kann beispielsweise für einen barrierefreien Hauseingang, für den Abbau von Schwellen durch Rampen, für Treppenlifte, Aufzüge, verbreiterte Türdurchgänge oder eine veränderte Raumaufteilung eingesetzt werden. Die konkreten technischen Anforderungen legt die KfW für die jeweiligen Förderbereiche fest.
Wichtig: Den KfW-Kredit müssen Sie vor Beginn des Vorhabens über einen Finanzierungspartner wie Ihre Hausbank beantragen. Bereits begonnene oder abgeschlossene Vorhaben können nicht nachträglich über dieses Programm finanziert werden.
Gibt es 2026 auch einen KfW-Zuschuss?
Der KfW-Investitionszuschuss 455-B „Barrierereduzierung“ kann derzeit nicht neu beantragt werden. Die für 2026 bereitgestellten Bundesmittel sind aufgrund der hohen Nachfrage ausgeschöpft. Bereits erteilte Zusagen bleiben bestehen.
Die KfW weist auf Ihrer Internetseite darauf hin, dass eine Antragstellung wieder möglich ist, wenn 2027 erneut Bundesmittel bereitgestellt werden. Für den aktuellen Stand sollten Interessierte deshalb die Informationen der KfW prüfen: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Förderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-Investitionszuschuss-(455)/
Gibt es weitere Fördermittel?
Neben der Pflegekasse und der KfW können Bundesländer, Kommunen oder andere Förderstellen eigene Programme anbieten. Diese unterscheiden sich nach Wohnort und Vorhaben.
Auch eine Kombination mit anderen Förderungen kann möglich sein. Bei einer umfassenden Sanierung sollten deshalb alle Pläne gemeinsam betrachtet werden. Die KfW weist beispielsweise darauf hin, dass sich Förderprodukte bei bestimmten Vorhaben kombinieren lassen.
Eine Wohnberatungsstelle oder ein Pflegestützpunkt kann bei der Suche nach regionalen Förderangebotenunterstützen. Pflegestützpunkte informieren unter anderem über Zuschüsse für altersgerechte Umbauten, die in Frage kommen können.
Was muss ich vor dem Umbau beachten?
Den Fördermittel-Anspruch sollten Sie vor Beginn der Arbeiten prüfen. Bei der KfW ist eine Antragstellung nach Beginn des Bauvorhabens ausgeschlossen. Auch bei der Pflegekasse sollten Sie den Zuschuss vor der Umsetzung beantragen und die Entscheidung abwarten.
Für einen größeren Umbau empfiehlt sich deshalb folgende Reihenfolge:
- Bedarf feststellen: Welche Hindernisse erschweren den Alltag?
- Lösungen recherchieren: Welche Hilfsmittel oder baulichen Maßnahmen kommen infrage?
- Fachbetrieb auswählen: Einen Anbieter mit Erfahrung im barrierefreien Umbau suchen.
- Kosten ermitteln: Angebote einholen.
- Förderung prüfen: Pflegekasse, KfW und regionale Förderprogramme berücksichtigen.
- Anträge stellen: Fördermittel vor Beginn der Arbeiten beantragen.
- Umbau beauftragen: Erst nach Klärung der Finanzierung mit den Arbeiten beginnen.
Wie unterstützt barrierefrei.de beim Umbau?
barrierefrei.de begleitet den Prozess vor allem dort, wo es um geeignete Produkte und Lösungen für mehr Barrierefreiheit geht. Das Angebot hilft dabei, konkrete Alltagshürden zu erkennen und passende Produkte für das eigene Zuhause zu finden.
Bei einem größeren Umbau können diese Informationen als Grundlage für das Gespräch mit einem Fachbetrieb dienen. So lässt sich beispielsweise bereits vor der Planung eines Badumbaus klären, welche Ausstattung grundsätzlich benötigt wird.
barrierefrei.de ersetzt dabei nicht den ausführenden Fachbetrieb. Das Portal verbindet vielmehr Informationen, Beratung und konkrete Produkte mit der anschließenden fachgerechten Umsetzung vor Ort. Je früher Sie Bedarf, Umbau und Finanzierung gemeinsam planen, desto besser lassen sich Fehlentscheidungen und unnötige Kosten vermeiden.
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