Rollstuhlrampen fest im Auto

Alles Wichtige zu Rollstuhlrampen fürs Auto

Rollstuhlrampen fürs Auto schaffen Mobilität für behinderte Menschen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Rollstuhlrampe für Fahrzeuge dient dazu, einen Rollstuhl in ein Fahrzeug zu schieben.
  • Welche Art von Rollstuhlrampe geeignet ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen des Nutzers und den Maßen des Autos ab.
  • Auch für Rampen an Autos gilt: Je geringer die Steigung der Rampe, umso leichter kann sie befahren werden.
  • Auffahrrampen für Autos sind als Schienenrampen oder Flächenrampen erhältlich.
  • Sie werden nach der Nutzung je nach Modell zusammengeklappt und im Auto transportiert.
  • Fördermöglichkeiten für feste Rampen im Auto durch die Kranken- und Pflegekassen gibt es derzeit nicht.

Inhaltsverzeichnis

Wer braucht eine Rollstuhlrampe an seinem Auto?

Einsatzbereich Krankenfahrten und Transportunternehmen

Welche Rollstuhlrampen für das Auto gibt es?

FAQ zu Rollstuhlrampen fürs Auto

Welche Automarken sind geeignet?

Welche Rolle spielt die Steigung einer Rollstuhlrampe an Fahrzeugen?

Wie müssen das Fahrzeug und die Rampe aufeinander abgestimmt sein?

Wie wird die Rollstuhlrampe fürs Auto sicher genutzt?

Wer montiert die Rollstuhlrampe?

Kann man die Rollstuhlrampe fürs Auto wieder ausbauen?

Wie ist die Sicht nach hinten nach der Montage einer Rampe am Fahrzeug?

Wie werden die Rampen im aufrechten Zustand im Fahrzeug fixiert?

Gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten bei Rollstuhlrampen für das Auto?

Wer braucht eine Rollstuhlrampe an seinem Auto?

Körperlich eingeschränkte Menschen müssen nicht auf Mobilität verzichten. Rollstuhlrampen am Fahrzeug können dazu dienen, Menschen im Rollstuhl in ein Fahrzeug zu befördern. Sie lassen sich am hinteren Bereich des Kofferraumes oder an einer seitlichen Schiebetür montieren. Die Einbaurampe wird bis zum Boden hinuntergeklappt. Menschen mit körperlichen Einschränkungen können so im Rollstuhl sitzend ins Auto transportiert werden. Die gehbehinderte Person kann zudem vorab ins Fahrzeug gesetzt und der Rollstuhl separat über die Rampe in den Laderaum geschoben werden.

Einsatzbereich Krankenfahrten und Transportunternehmen

Rollstuhlrampen kommen auch in Fahrdiensten zum Einsatz. Taxiunternehmen können ihr Tätigkeitsfeld erweitern, indem sie mit Rollstuhlrampen an ihren Fahrzeugen den Markt für Krankenfahrten erschließen. Für die Beförderung im Fahrgastbetrieb brauchen Firmen eine offizielle Erlaubnis, den sogenannten Personenbeförderungsschein. Die Voraussetzungen sind in § 48 Abs. 4 FeV (Fahrerlaubnis-Verordnung) festgeschrieben:

  • Das Mindestalter beträgt 21 Jahren. Krankentransporte sind auch ab 19 Jahren möglich.
  • Es braucht eine Fahrerlaubnis oder ein anerkanntes Dokument zum Führen von Fahrzeugen.
  • Besitz der Führerscheinklasse B seit mindestens zwei Jahren.
  • Gültiger Personalausweises oder Reisepass.
  • Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses, eines qualifizierten, ärztlichen Gutachtens der geistigen und körperlichen Eignung sowie ein augenfachärztliches Gutachten.
  • Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses der Belegart “O”.
  • Bei Krankenkraftwagen ist auch die Vorlage einer Teilnahmebescheinigung an einem Erste-Hilfe-Kurs notwendig.

Taxi-Fahrer müssen zusätzlich noch eine Ortskenntnisprüfung ablegen. Auch im Bus kommen Rollstuhlrampen zum Einsatz.

Welche Rollstuhlrampen für das Auto gibt es?

Fest im Auto installierte Flächenrampen bestehen aus einer durchgängigen Fläche. Sie lassen sich je nach Modell in ihrer Länge entweder ein- oder zweimal zusammenfalten. Hierdurch verbleibt die Rampe platzsparend im Fahrzeug. Eine klappbare Flächenrampe ist allen zu empfehlen, die eine Rollstuhlrampe regelmäßig am Auto benutzen wollen. Sie wird fest im Auto installiert. Mit Hilfe einer Flächenrampe wird das Ein- und Aussteigen für Rollstuhlfahrer deutlich einfacher. Der Rollstuhl wird über die Einbaurampe ins Fahrzeug geschoben. Die Rampe kann unkompliziert bedient und eingebaut werden. Der Einbau allerdings sollte durch eine Autowerkstatt ausgeführt werden.

Schienenrampen für das Auto bestehen aus zwei voneinander getrennten Schienen. Schienenrampen gibt es in verschiedenen Varianten. Je nach Modell sind sie ein- oder zweifach faltbar. Schienenrampen werden ebenfalls fest im Fahrzeug installiert. Sie lassen sich nach der Benutzung praktisch im Auto lagern. Schienenrampen sind gerade dann gut geeignet, wenn das Fahrzeug nur über einen überschaubaren Stauraum verfügt. Über eine Leiste werden sie mit dem Fahrzeug verbunden. Ein großes Plus ist, dass sie sich auf unterschiedliche Radabstände anpassen lassen.

Im Barrierefrei.de Shop bieten wir drei unterschiedliche Modelle von Autorampen für das Fahrzeug an:

  • Rollstuhlrampen Schienen klappbar
  • Rollstuhlrampe / Flächenrampe Auto 2-teilig
  • Rollstuhlrampe / Flächenrampe Auto 3-teilig

Grundsätzlich gilt bei Rampen: Eine fest eingebaute Variante im Auto ist nur dann sinnvoll, wenn man diese täglich nutzt. Ansonsten eignet sich besser eine lose aufgelegte Rampe.

FAQ zu Rollstuhlrampen fürs Auto

Wir haben häufig gestellte Fragen rund um die Themen „Rollstuhlrampen und Fahrzeuge“ für Sie zusammengestellt.

Welche Automarken sind geeignet?

Mobile Auffahrrampen sind im Prinzip für viele Automodelle erhältlich. Voraussetzung ist genügend Stauraum, um eine Person im Rollstuhl zu transportieren und eine möglichst niedrige Ladekante. Egal ob im Caddy oder im Kleinbus – bei der Entscheidung für ein bestimmtes Rampenmodell sollte die Höhe des Autos und der vorhandene Stauraum für den Rollstuhl und die Rampe mitbedacht werden.

Welche Rolle spielt die Steigung einer Rollstuhlrampe an Fahrzeugen?

Wichtig ist vor allem: Je länger die Rampe, umso geringer die Steigung. Durch eine niedrige Steigung wird die Rampe leichter befahrbar. Relevant sind die Höhe des Fahrzeugs und die individuellen Bedürfnisse. Denn die physische Verfassung unterscheidet sich ebenso von Person zu Person. Ob eine Rampe alleine befahren werden kann oder eine Hilfsperson gebraucht wird, hängt von der körperlichen Kraft und der Steigung ab.

  • Sechs Prozent lassen sich in der Regel von Rollstuhlfahrern alleine bewältigen.
  • Bei zehn Prozent Steigung hat ein Mensch trainierter mit Rollstuhl oft noch keine Schwierigkeiten und kann die Rampe selbstständig befahren. Für einen Alleinfahrer im Rollstuhl kann diese Steigung aber schon eine Herausforderung sein.
  • Bei einer 15-prozentigen Steigung können Rollstuhlfahrer die Rampe bewältigen, wenn eine schwache Hilfsperson zur Verfügung steht. Diese Steigung ist zudem mit einem E-Rolli noch befahrbar.
  • Bei einer Steigung von 20 Prozent ist eine starke Hilfsperson definitiv nötig. Nur mit ihr kann der Rollstuhlfahrer die Rampe sicher nutzen.

Es ist grundsätzlich ratsam, eine geringe Steigung zu wählen. Eine möglichst geringe Steigung, bietet den höchsten Komfort – auch bei Rampen für das Fahrzeug.

Befindet sich am Startpunkt oder Zielort ein höherer Bürgersteig, bis zu dem die Rampe heruntergeklappt wird, kann die Rampe auch eine geringere Steigung haben.

Ist die Neigung zu steil, besteht das Risiko, dass der Rollstuhlfahrer vornüber stürzt. Der Übergang vom Boden zur Rollstuhlrampe sollte möglichst sanft erfolgen, da die Gewichtsverteilung des Rollstuhls beim Hinunterfahren umverteilt wird. Aus diesem Grund kann es schnell zu einem plötzlichen Stoppen des Rollstuhls kommen.

Wie müssen das Fahrzeug und die Rampe aufeinander abgestimmt sein?

Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Höhe der eingeklappten Rampe die lichte Höhe der Tür und des Fahrzeugs nicht überschreitet. Nur so wird gewährleistet, dass die Rampe gut ins Auto passt. Denn: Rampen für Fahrzeuge sind nicht normiert!

Wie wird die Rollstuhlrampe fürs Auto sicher genutzt?

Eine Rampe sollte vor jedem Gebrauch auf ihre Sicherheit und Stabilität überprüft werden. Bei Schienenrampen muss grundsätzlich immer eine Hilfsperson anwesend sein, die eine ordnungsgemäße Nutzung im Blick behält. Die Hilfsperson läuft dabei entweder hinter dem Rollstuhl über die Schienen oder bewegt sich zwischen den Schienen. Die Rollstuhlrampen sind mit seitlichen Aufkantungen versehen. Damit wird verhindert, dass der Rollstuhl zur Seite abrutscht. Gleichzeitig dürfen jedoch die Räder nicht zu viel Spielraum haben, weil sonst ein geradliniges Hinunterfahren des Rollstuhles schwerer möglich wird. Die Oberfläche der Rampe sollte zudem von unten gestanzt bzw. geriffelt sein, um sie rutschsicher befahren zu können. Die Rampe muss mit dem unteren Ende wackelfrei und auf einem sauberen und festen Untergrund aufliegen.

Für eine korrekte Breite der Fahrrinne spielt das Rollstuhlmodell, mit dem die Rampe genutzt werden soll, eine wichtige Rolle. Je breiter die Fahrrinne ist, umso unabhängiger vom Rollstuhlmodell kann die Rampe verwendet werden. Generell sollte jedoch berücksichtigt werden, den Rädern nicht zu viel Raum zu lassen, um eine sichere Fahrt aus dem Auto zu unterstützen.

Aluminium ist ein geeignetes Material für Rollstuhlrampen am Auto, da es leicht und stabil ist. Außerdem ist es korrosionsbeständig. Eine Oberfläche aus Korund sorgt ebenfalls für ein rutschsicheres Befahren.

Wer montiert die Rollstuhlrampe?

Das kann im Prinzip jeder Fahrzeugschlosser. Die Rampen werden durch den Fahrzeugboden im Rahmen verschraubt. Der Monteur muss also nur die großen Montageplatten auf dem Boden über einen Rahmenteil positionieren, durchbohren und dann anschrauben und abdichten.

Kann man die Rollstuhlrampe fürs Auto wieder ausbauen?

Ja, es bleiben nur vier Bohrungslöcher im Boden zurück. Diese sollten nach Entfernung der Rampe verschlossen werden, um Feuchtigkeit abzuhalten.

Wie ist die Sicht nach hinten nach der Montage einer Rampe am Fahrzeug?

Bei Schienenrampen ist die Sicht  nach hinten unproblematisch. Bei Flächenrampen stehen in der Regel nur noch die Außenspiegel für die Sicht nach hinten zur Verfügung. Durch größere oder zusätzliche Rückspiegel an den Seiten des Fahrzeuges, kann die Sicht nach hinten verbessert und die Sicherheit erhöht werden.

Wie werden die Rampen im aufrechten Zustand im Fahrzeug fixiert?

Die Flächenrampen benötigen keine Fixierung, weil sie durch die Gasdruckfedern in Position gehalten werden. Die Schienen werden mit Gurten an einer Halterung fixiert, die seitlich am Holm angeschraubt wird.

Gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten bei Rollstuhlrampen für das Auto?

Rollstuhlrampen, die fest im Auto montiert sind, werden in der Regel nicht von den Krankenkassen bezuschusst. Die Kassen müssen zwar die Mobilität ihrer Versicherten fördern. Das gilt jedoch nicht für die Nutzung des eigenen Fahrzeugs. Begründet wird dies damit, dass eine solche Rampe bzw. ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug nicht zwingend nötig ist, weil stattdessen der örtliche Fahrdienst gerufen werden kann. Somit müssen Rollstuhlrampen für das Auto selbst gezahlt werden.

Mobile Rampen für das Auto werden dann von der Krankenkasse bezahlt, wenn Sie zum Verlassen des Hauses gebraucht werden oder zum Beispiel beim Arzt einige Stufen zu überwinden sind. Rampen fürs Auto können unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Zuschuss vom Versorgungsamt finanziert werden.