Was ist Ageless Living?
Grafik zu Ageless Living mit verschiedenen Symbolen

Was ist Ageless Living?

Der medizinische Fortschritt trägt dazu bei, dass Menschen heute immer älter werden und länger leben. Barrierefreie Konzepte für die städtische Infrastruktur und das Wohnen daheim werden zunehmend immer ausgefeilter. Ageless Living ist jedoch nicht auf eine spezielle Altersgruppe zugeschnitten, sondern soll eine heterogene Gesellschaft, also Jung und Alt, fördern und möchte auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen.

Ageless Living: Generationenkompatibel statt altengerecht

Das grundsätzliche Konzept einer Pro-Aging-Gesellschaft ist nicht „barrierefreies Wohnen“, sondern „Universal Design“, bei dem Alltagsgegenstände so konstruiert werden, dass sie sich auf die individuellen Bedürfnisse aller Mitbewohner mittels ausgefeilter Technik anpassen lassen. Das Ziel eines Ageless Living-Designs ist es, mehr Komfort für alle zu schaffen. Zum Einsatz kommt hierfür ein definierter Qualitätsmaßstab, der allen Generationen einen Vorteil verschafft. Außerdem macht eine in jungen Jahren gut geplante Einrichtung einen späteren Umbau im Altersruhestand obsolet. Durchgänge in der richtigen Breite, leicht bedienbare Türen und Fenster, stolperfreie und stufenlose Wege sowie rutschhemmende Oberflächen bieten nicht nur den Großeltern, sondern auch den Jüngsten in der Familie ein sicheres und komfortableres Wohnen. Des Weiteren sorgen höhenverstellbare Betten und sichere Griffe im Treppen- und Sanitärbereich vorweg für mehr Komfort.

Ageless Living-Möbel werden Mainstream

Ästhetik und Barrierefreiheit stehen heutzutage nicht mehr im Gegensatz zueinander. Viele Möbelstücke sind heute nicht nur „modern“, sondern auch praktisch. Als gutes Beispiel kann an dieser Stelle das Designer-Duo Francesca Lanzavecchia und Hunn Wai genannt werden, das einen Stuhl entwarf, der bei einer Gewichtsverlagerung leicht nach vorne kippt, um den Nutzer beim Aufstehen zu unterstützen. Natürlich kann der ästhetisch ansprechende Stuhl auch von der ganzen Familie verwendet werden. Von dem Designer-Team gibt es beispielsweise auch einen Gehstock auf Rollen, der zudem als Ablage, Behälter und Servierbrett dient. Mit solch einem Mobiliar können physisch beeinträchtigte Menschen ihren Kaffee problemlos von der Küche zum Esstisch transportieren und gleichzeitig eine Gehhilfe bedienen. Solche und viele andere Einrichtungsgegenstände sollen aber nicht nur gebrechlichen Senioren im Alltag helfen, sondern auch das „Co-Housing“, also das Zusammenleben der Generationen fördern, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Bleibt abzuwarten, welche Infrastruktur die Städte und welche Erfindungen die Möbelbranche in Zukunft hervorbringt, um das Konzept von Ageless Living noch attraktiver zu gestalten.