Warum es wichtig ist, beim Kauf einer Rollstuhlrampe auf Qualität zu achten
Der Kauf einer Rollstuhlrampe ist eine wichtige Entscheidung, die nicht nur Komfort, sondern auch Sicherheit und Barrierefreiheit gewährleisten sollte. Doch immer häufiger tauchen auf dem Markt günstige Rollstuhlrampen auf, die nicht den in Deutschland geltenden Sicherheitsstandards entsprechen. Der niedrige Preis kann zulasten der Qualität und der Sicherheit gehen. Der Einsatz von Rampen ohne Qualitätsstandard und Sicherheitsprüfung kann erhebliche Risiken mit sich bringen – für Nutzer, Begleitpersonen und Betreiber von öffentlich zugänglichen Gebäuden.
Mangelhafte Stabilität und Materialqualität
Dipl. Ing. Marco Gedert vom Online Portal für Rollstuhlrampen barrierefrei.de stellt klar: „In Deutschland müssen Rollstuhlrampen bestimmten Normen entsprechen, fest verbaute Rampen im öffentlichen Bereich zum Beispiel der DIN 18040. Nicht zugelassene Produkte bestehen oft aus minderwertigem Material, das nicht die erforderliche Tragfähigkeit aufweist. Dies kann zu gefährlichen Brüchen oder Verformungen führen, die Stürze und schwere Verletzungen verursachen können.“
Eine hochwertige Rollstuhlrampe benötigt eine rutschfeste Oberfläche, um die Sicherheit bei unterschiedlichen Wetterbedingungen zu gewährleisten. Billige, nicht zertifizierte Rampen verfügen häufig nicht über diese Eigenschaft, was zu gefährlichem Wegrutschen bei Nässe oder Frost führen kann. Zudem darf die Fahrfläche keine Stolperkanten, zum Beispiel durch hervorstehende Scharniere aufweisen. Seitliche Aufkantungen sollten abgerundet sein sollten, damit bei einem Sturz keine Gefahr von ihnen ausgeht.
„Zertifizierte und den Qualitätsanforderungen des deutschen Gesundheitssystems entsprechende Rampen erkannt man der Hilfsmittelnummer bzw. an der Pflegehilfsmittelnummer. Diese Rampensystem entsprechen den Vorgaben der europäischen Medizinprodukteverordnung und erfüllen alle Anforderungen an Material und Maße und können zu 100 Prozent über die Kassen finanziert werden“, ergänzt Marco Gedert. Nahezu alle Rampen auf barrierefrei.de haben eine Hilfmittel- bzw. Pflegehilfsmittelnummer.
Nicht normgerechte Neigung und Maße
In Deutschland gelten klare Vorgaben für die Steigung und Breite von Rampen. Nicht zugelassene Modelle weisen oft eine zu hohe Neigung auf oder sind zu schmal, sodass Rollstuhlfahrer oder Begleitpersonen Probleme beim sicheren Überqueren haben können. Eine zu steile Rampe kann dazu führen, dass Rollstühle unkontrolliert ins Rollen geraten.
Wer eine nicht zugelassene Rollstuhlrampe verwendet, kann im Schadensfall haftbar gemacht werden. Besonders in öffentlichen Einrichtungen oder Geschäften ist der Einsatz normgerechter Rampen Pflicht. Kommt es durch eine fehlerhafte Rampe zu einem Unfall, drohen Schadensersatzforderungen und hohe Strafen.
Woran erkenne ich geprüfte Rollstuhlrampen?
Beim Kauf einer Rollstuhlrampe sollte immer auf geprüfte Qualität und die Einhaltung deutscher Normen geachtet werden. Rollstuhlrampen mit Hilfsmittelnummer bzw. Pflegehilfsmittelnummern erfüllen alle Anforderungen an Sicherheit und Qualität und entsprechen den Vorgaben der europäischen Medizinprodukteverordnung. Käufer sollten folglich auf diese Nummern achten. Zertifizierte Rampen bieten Sicherheit und Langlebigkeit – und schützen vor unnötigen Risiken.