Ratgeber: Mobile Rollstuhlrampen für zwei Stufen
Grafik: Rollstuhlfahrer mit Rampe für zwei Stufen

Ratgeber: Mobile Rollstuhlrampen für zwei Stufen

Für körperlich eingeschränkte Menschen können schon kleine Hindernisse eine Schwierigkeit darstellen. Gesunde Fußgänger können problemlos über zwei Treppenstufen laufen. Für Rollstuhlfahrer dagegen ist eine Rampe unerlässlich. Was ist bei Rollstuhlrampen für zwei Stufen zu beachten? Was ist in Bezug auf die Steigung zu bedenken? Mobile Rampen für zwei Stufen stellen eine praktische und flexible Hilfe für unterwegs dar. Sie sind als Flächen- sowie als Schienenrampen erhältlich.

Ein geringes Gewicht ist bei Rollstuhlrampen für zwei Stufen ein Vorteil

Beispiel Flächenrampen: Auf barrierefrei.de sind u.a. die Rollstuhlrampe / Kofferrampe leicht und die Rollstuhlrampe / Kofferrampe extrem leicht als mobile Rampen für zwei Stufen gut geeignet. Beide lassen sich zusammenklappen und weisen ein geringes Gewicht auf. Auch die Rollstuhlrampe faltbar extrem leicht eignet sich für zwei Stufen optimal. Gleichzeitig zeichnen sich diese Varianten von Rollstuhlrampen durch eine hohe Tragfähigkeit aus. Sie verbinden ein leichtes Gewicht mit einem hohen Maß an Sicherheit für ihre Nutzer. Darüber hinaus können Schienenrampen an zwei Stufen zum Einsatz kommen. Es gibt sie als starre, klappbare, teleskopierbare sowie klapp- und teleskopierbare Modelle im barrierefrei.de Shop.

Die Steigung spielt bei Rollstuhlrampen für zwei Stufen eine tragende Rolle

Die DIN 18040 regelt die Anwendung einer Rollstuhlrampe im öffentlichen Bereich – so auch ihre Steigung. Sind die Vorgaben im privaten Bereich auch nicht so streng wie im öffentlichen, dienen die DIN-Vorgaben jedoch als wichtige Richtschnur: Die Steigung ist wesentlich, wenn es darum geht, dass ein Rollstuhlfahrer seine Rampe für zwei Stufen unkompliziert nutzen kann. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Steigung, desto leichter ist das Befahren.

Wird die Rampe vorwiegend im privaten Bereich genutzt, sollte sich ihre Anwendung stets an den Bedürfnissen des Nutzers orientieren. Für Rollstuhlrampen, die zur Überbrückung von zwei Stufen dienen sollen, sind folgende Richtwerte hilfreich:

  • Um eine Steigung von sechs Prozent zu realisieren, braucht es pro Stufe eine Rampenlänge von 300 cm. Damit ist gewährleistet, dass ein Rollstuhlfahrer die Rampe für zwei Stufen alleine befahren kann.
  • Eine Steigung von zehn Prozent kann ein Rollator-Nutzer meist noch selbstständig überwinden. Für einen Menschen alleine im Rollstuhl kann sie dagegen schon eine Schwierigkeit sein. Zehn Prozent machen eine Rampenlänge von 180 cm je Stufe nötig. Wichtig: Schienenrampen können nicht mit dem Rollator genutzt werden. Zwei Stufen lassen sich mit dem Rollator ausschließlich mit Flächenrampen überwinden.
  • Eine 15-prozentige Steigung lässt sich von E-Rolli-Fahrern bewältigen. Rollstuhlfahrer schaffen diese Steigung nur mit Unterstützung durch eine schwache Hilfsperson. Bei 15 Prozent braucht es 120 cm Rampenlänge je Stufe.
  • Bis 20 Prozent sollten Rollstuhlfahrer auf eine starke Hilfsperson zurückgreifen. Nur so können sie die Rampe ohne Gefahr überwinden. 20 Prozent heißt, 90 cm Rampenlänge je Stufe.

Berechnet wird die Steigung der Rampe durch die vorher ermittelte Gesamthöhe der Treppe. Dazu werden die Höhen der einzelnen Stufen addiert. Dann kommt folgende Formel zum Einsatz, um die Steigung zu berechnen:

>> Gesamthöhe Treppe / Gesamtlänge der Rampe = Steigung der Rampe.