Rollstuhlrampe auf Rezept
Grafik: Rollstuhlfahrer mit Rezept und Fragezeichen.

Rollstuhlrampe auf Rezept

Durch körperliche Einschränkungen können Menschen auf Hilfsmittel wie eine Rollstuhlrampe angewiesen sein. Bei welchen Voraussetzungen gibt es die Rampe auf Rezept?

Wer kann die Kosten für ein Hilfsmittel übernehmen?

  • Krankenversicherung:
  1. Wenn sie im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Behandlung zu sichern,
  2. sie einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen,
  3. die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder ausgeschlossen sind.

Die Krankenversicherung finanziert nur mobile Rampen . Die Grenze dazu liegt bei 25 kg Gewicht der Rampe. Erleichtert wird die Übernahme der Kosten für eine mobile Rampe dadurch, wenn die Rampe eine Hilfsmittelnummer hat. Dann haben die Kassen die Rampe als geeignetes Hilfsmittel anerkannt und die Bewilligung ist problemlos.

  • Rentenversicherung: Hilfsmittel, die der medizinischen Rehabilitation dienen.
  • Unfallversicherung: Im Falle eines Arbeitsunfalls oder Berufsunfähigkeit.
  • Pflegeversicherung: Hilfsmittel, die der Erleichterung der Pflege dienen.

Finanzielle Hilfe bei Rollstuhlrampen durch Renten- oder Unfallversicherung

Die Rentenversicherung kann die Umbaukosten des Wohnumfeldes für Rollstuhlrampen unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen. Dazu muss das Hilfsmittel für die Rehabilitation des körperlich eingeschränkten Menschen wichtig sein. Es sollte im Vorfeld in jedem Falle geklärt werden, ob die Rollstuhlrampe die Voraussetzung erfüllt. Ein konkretes Beispiel: Durch die Rentenversicherung ist eine Reha-Maßnahme erfolgt. Danach ist es erforderlich das Wohnumfeld zu Hause anzupassen, um die anschließende Genesung zu fördern.

Ein Mensch kann auch z.B. durch einen Arbeitsunfall plötzlich gehbehindert sein. In diesem Fall übernimmt evtl. die Unfallversicherung die Kosten einer Rampe. Das kann ebenso möglich werden, wenn die Gehbehinderung im Zusammenhang mit einer Berufsunfähigkeit steht.

Rollstuhlrampe: Wann übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten?

Die Pflegekasse übernimmt die finanzielle Unterstützung für eine Rollstuhlrampe, wenn der Patient einem der anerkannten Pflegegrade  I – V zugeordnet wurde. Der Genehmigung einer Förderung muss erst einmal eine Begutachtung der Pflegebedürftigkeit des Patienten vorausgehen. Diese wird durch den medizinischen Dienst der Pflegekassen durchgeführt.

Treten die körperlich eingeschränkten Menschen nach der Prüfung in die Pflegegrade I – V  ein, können sie eine Förderung durch die Pflegekasse erhalten. Denkbar ist ein Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für Wohnraumanpassungen, um die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen zu erhöhen. Zudem wird so ambulante Pflege zu Hause erleichtert. Die Pflegekasse zahlt meist nur für fest montierte Rampen. Wird ein zusätzlicher Umbau des Wohnumfelds erwogen, ist eine Prüfung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen notwendig.

Voraussetzung für eine Förderung ist außerdem, dass der körperlich eingeschränkte Mensch in einem häuslichen Umfeld lebt. Damit kann das eigene zu Hause gemeint sein oder eine Senioren-WG. Auch ein betreutes Wohnen zählt dazu. Es ist hierbei zudem wichtig, dass der Bedürftige von mindestens einer privaten Person betreut wird.

Ausschlaggebend ist zusätzlich, dass ein Arzt die Notwendigkeit der Rampe mit einem ärztlichen Attest bescheinigt. Die benötigte Rampe muss im Hilfsmittelverzeichnis erfasst sein. Die Pflegekassen finanzieren nämlich nicht alle Produkte.

Wichtig zu beachten: Die Pflegekasse finanziert nur Rampen und andere Hilfsmittel, die fest mit dem Haus verbunden sind. Das heißt, es muss also mindestens eine Verschraubung zum Haus erfolgen.